Biomassekarbonisate

Alternativen für fossile Produkte auf dem Vormarsch

Der umweltschonende Ersatz von fossilen Produkten - Energieträgern, Roh- und Hilfsstoffen - gewinnt immer stärker an Bedeutung. Ein wachsender Markt mit zunehmend auch stärker genutzten erneuerbaren Ressourcen erfordert innovative Ansätze für langfristig nachhaltige Alternativen.
Biomasse im Allgemeinen ist seit langem, sowohl auf dem Privatverbrauchermarkt als auch zunehmend im industriellen Sektor zum CO2-neutralen Ersatz fossiler Kohle, ein überaus begehrtes Produkt. Für Scheitholz, Hackschnitzel, Pellets und Briketts hat sich ein entsprechender Markt etabliert - die Produkte werden global gehandelt. Heute steht daher das Streben nach noch höherer Energiedichte und besserer Lagerfähigkeit oftmals im Vordergrund.

Was versteht man unter Biomassekarbonisaten?

Als Biomassekarbonisat werden feste Produkte bezeichnet, die durch verfahrenstechnische Prozesse aus Biomasse erzeugt werden und gegenüber den Ausgangsstoffen einen deutlich erhöhtem Kohlenstoffanteil besitzen. Im Rahmen dessen begegnen uns heute Begrifflichkeiten wie Holzkohle, Grillkohle, Biokohle, Pflanzenkohle, Aktivkohle, o. ä. immer öfter. Diese Produkte sind durch einen hohen spezifischen Energieinhalt, große innere Oberflächen und sehr gute Adsorptionseigenschaften gekennzeichnet.

Anwendung

Das Marktvolumen für biogene Kohleprodukte umfasst in Deutschland ca. 250.000 t/a. Die klassische Holzkohle zum Grillen, sowohl privat als auch in der Gastronomie, stellt dabei hierzulande den Hauptanwendungsbereich dar. Jedoch werden auch in industriellen Prozessen zunehmend Karbonisate, z. B. als Reduktionsmittel und/oder Energieträger eingesetzt. Die Verwendungsmöglichkeiten von nachhaltig erzeugten Karbonisaten sind jedoch noch vielfältiger.

Beispielhaft können folgende Einsatzgebiete genannt werden:

  • Verhüttung
  • Siliziumproduktion
  • Stahl- und Metallindustrie
  • Chemische Anwendungen
  • Filterstoffe und Reinigungsmittel
  • Brennstoff in Heizkraft-Werken oder sonstigen Industriefeuerungen

Die geforderten Qualitäten differieren stark je nach Anwendungsfall und insbesondere die Kriterien der Nachhaltigkeitsanforderungen steigen mit dem verstärktem globalen Umweltbewusstsein. 

Nachhaltigkeit

Auf dem deutschen Markt, werden lediglich ca. 40.000 t/a in eigenen Herstellungsbetrieben produziert. Die verbleibende Menge wird überwiegend aus Ländern wie Polen, Ukraine, Nigeria und Paraguay importiert. Ein einheitliches Zertifizierungssystem und wirkungsvolle Instrumente zur Markthandelskontrolle fehlen. Das hat zur Folge, dass die Herkunft der Hölzer und die Produktionsumstände oft nicht transparent sind. Bei Untersuchungen von Umweltverbänden wird regelmäßig festgestellt, dass sich in der Holzkohle schützenswerte Holzarten befinden, es sich um illegale und flächenzerstörende Erntemaßnahmen handelt oder der Herstellungsprozess einfach nur ineffizient und umweltbelastend ist.

Potenzial zur eigenen Herstellung in Deutschland

Der sogenannte Karbonisierungsprozess ist dabei hinsichtlich seiner Produkte, „grüne“ Kohle auf der einen, Gase und flüssige Extrakte auf der anderen Seite, energetisch sehr flexibel. Daher ergeben sich vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, einhergehend mit der politisch gewollten verstärkten Holznutzung in Deutschland.
Der klimabedingt anstehende Waldumbau und das daraus vielfältiger werdende Holzartenangebot bieten in Deutschland eine sehr gute Basis für derartige Bioökonomieprojekte. So kann vor Ort dem Wald geholfen und mit der Sicherheit einer zertifizierten und nachhaltigen Forstwirtschaft als Rohstoffquelle geplant werden. Auf der Absatzseite finden sich in Deutschland zahlreiche Industriebetriebe.
Unter den aktuell sehr attraktiven Förderrahmenbedingungen in Deutschland besteht zudem Spielraum für vielfältige, förderfähige Projektansätze im Bereich der „Erneuerbaren“, die wir gerne mit Ihnen entwickeln.

Was wir für Sie tun können? 

Das Biomasse-Team der eta Energieberatung ist bereits seit über 10 Jahren im Themenfeld der Biokohle und Karbonisierung aktiv, verfolgt intensiv den Markt und entwickelt innovative Projekte. Mit der alternativen Nutzung biogener Nebenprodukte in Spanien starteten die Tätigkeiten seinerzeit schon in der Pionierphase. Zusätzlich profitieren Sie von den Erfahrungen aus einer Vielzahl von realisierten Biomasse-Heizkraftwerken und Pelletproduktionen im Rückblick auf 20 Jahre EEG. Praxiserfahrungen aus Industriebetrieben, die Biokarbonisate bereits einsetzen, ergeben sich aus unserer klassischen Energieberatungstätigkeit.
Die von A (Anbau) bis Z (Zertifizierung) von der eta Energieberatung begleiteten Projekte sind sowohl für Industriebetriebe als auch für den Mittelstand interessant. Von der ersten Idee, über die Genehmigungsplanung bis hin zur schlüsselfähigen Übergabe der Anlage betreuen wir Sie gerne. Begonnene Projekte und bestehende Anlagen profitieren von unserem herstellerunabhängigen Blickwinkel, von ganzheitlichen Optimierungsansätzen und fundierten Wertgutachten.

Wir helfen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Konzepte

Gerne beraten wir Sie bei der Lösung Ihrer Fragestellungen zur Nutzung von Biomasse und zur Planung bzw. Optimierung von Biomasse-Heizkraftwerken.


Auch für Sie finden wir die maßgeschneiderte Lösung.


Rufen Sie mich unverbindlich an oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Stephan Kelbsch

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