Novellierung des EEG

Kabinettsentwurf zum EEG 2021

Der vorliegende Kabinettsentwurf zum Erneuerbare-Energien-Gesetz 2021 (EEG 2021), vom 19.10.2020 (Drucksache 19/23482), setzt positive Zeichen für die Bioenergie und schafft somit Raum für neue und innovative Biomasseprojekte. Deutlich wird aus dem Kabinettsentwurf aber auch, dass eine langfristige Strategie – sowohl für neue Anlagen als auch für die Verlängerungsoption von Bestandsanlagen – für Anlagenbetreiber immer wichtiger wird.

Ausgangslage

Dass Bioenergie im Stromsektor gebraucht wird, war bereits deutlich in den vorhergehenden Entwürfen sichtbar.

Die Ausschreibungsvolumina wurden im Zuge dessen deutlich von 225 MW pro Jahr auf 350 MW pro Jahr erhöht. Umgesetzte Nachkorrekturen zum Thema Hocheffizienz in der aktuellen Version unterstreichen den Willen der Politik, Biomasseanlagen als Säule der zukünftigen Stromerzeugung beizubehalten.

Weitere wichtige Errungenschaften sind die Anhebung der Vergütungssätze bzw. Gebotshöchstwerte um ca. 2 ct/kWh und die Verlängerung der Realisierungsfristen. Der Wert liegt nun für Neuanlagen bei 16,4 ct/h bzw. für Bestandsanlagen bei 18,4 ct/kWh. Für Biomethan beträgt der Vergütungssatz 19 ct/kWh.

Der Realisierungszeitraum für Neuanlagen liegt nun bei realistischeren 36 Monaten anstelle von nur 24 Monaten im EEG 2017. Dies wird eine Vielzahl von Projekten auf den Plan rufen, solange durch eine durchdachte Planung die Flexibilitätshürde von 65 % (vorher 80 %) genommen werden kann.

Wesentliche Änderungen im EEG 2021

Zusammenfassend ergeben sich folgende Änderung im EEG 2021, die durchaus Einfluss auf bestehende und geplante Anlagen haben:

  • Erhöhung der Ausschreibungsvolumina von 225 MW pro Jahr auf 350 MW pro Jahr
  • Erhöhung der Vergütungssätze
  • Anpassung der Realisierungszeiträume
  • Änderung der Bemessungsleistung von 80 % auf 65 % der installierten Leistung
  • Änderung der Ausschreibungstermine 

Was ist zu tun?

Zur Sicherung der Wirtschaftlichkeit Ihrer Anlage/Ihres Projekts wird eine langfristige Strategie immer wichtiger. Das gilt sowohl für neue Anlagen als auch für die Verlängerungsoption von Bestandsanlagen. Die Gebotskonkurrenz wird steigen und die Chancen des aktuellen EEG sind nur mit gezielter Planung sowie gesamtheitlicher und langfristiger Betrachtung der energiewirtschaftlichen Gesamtsituation voll ausschöpfbar.

Eine entsprechende Strategieentwicklung betrifft z. B. folgende Szenarien:

  1. 1
    Neubau

Sie denken darüber nach, Ihren Energiebedarf CO2-neutral zu decken? Wir suchen die für Ihre Bedürfnisse optimalen Lösungsansätze und entwickeln diese gemeinsam mit Ihnen zu einer langfristigen Unternehmens- und Umsetzungsstrategie. Das EEG 2021 bietet hier im Vergleich zum EEG 2017 attraktivere Lösungsansätze. 

  1. 2
    Erweiterung

Die Dekarbonisierung der Fernwärme- und Prozesswärmeversorgung ist Zielsetzung vieler Wärmenetzbetreiber und Wärmekunden. In einer langfristigen Strategieentwicklung prüfen wir die für Ihre EEG-Anlage erforderlichen Erweiterungen und Ergänzungen für eine optimalen Lösung. 

  1. 3
    Retrofit

Ihre EEG-Anlage steht am Ende des 20-jährigen Vergütungszeitraumes. Für die Teilnahme an der EEG-Nachfolgeregelung empfehlen wir, eine maßgeschneiderte Gebotsstrategie zu entwickeln.
Dabei sollten aber auch Alternativen geprüft werden, um die erzeugbare Energie dem ggf. geänderten Wärme- und Strombedarf anzupassen. Möglicherweise ist die EEG-Anlage auch an die langfristigen Anforderungen hinsichtlich Leistung und Effizienz anzupassen.

Die Wirtschaftlichkeit einer Biomasseanlage ist nicht für deren Lebensdauer festgeschrieben. Durch Veränderungen der Rahmenbedingungen (Energiegesetze, Energiepreise, Rohstoffangebot, Konkurrenzsituation etc.) ist es sinnvoll, das Konzept anzupassen und mögliche Chancen umgehend zu nutzen.

Florian Ilmberger
Geschäftsführer der eta Energieberatung

eta-Geschäftsführer Herr Ilmberger

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Die eta Energieberatung hat bereits bei den vergangenen Ausschreibungen erfolgreich ihre Kunden unterstützt und in allen Fällen einen Zuschlag erhalten. Die Kundenanlagen der eta Energieberatung decken in der Ausschreibung November 2019 circa 2/3 des gesamten bezuschlagten Volumens ab. Alle betreuten Anlagen erhielten durch eine gewissenhafte Vorbereitung der Gebotsformalitäten den Zuschlag. 

Sie haben sicherlich viele Fragen – Wir helfen Ihnen weiter

Das Thema ist komplex und Sie stellen sich Fragen wie:

  • Was ist zu tun, wenn das EEG 2021 verabschiedet ist?
  • Welche konkreten Veränderungen ergeben sich für mich durch die Novellierung?
  • Meine Anlage ist am Ende des 20-jährigen Vergütungszeitraumes, wie kann ich auch weiter die Wirtschaftlichkeit sichern?
  • Ich möchte an der Ausschreibung teilnehmen. Was muss ich tun?
  • Welche Fristen sind einzuhalten?

Wir helfen Ihnen bei der Realisierung Ihrer Konzepte!

Gerne beraten wir Sie bei der Lösung Ihrer Fragestellungen zur Planung bzw. Optimierung von Heizkraftwerken und zur Nutzung von Biomasse.


Auch für Sie finden wir die maßgeschneiderte Lösung.


Rufen Sie mich unverbindlich an oder schreiben Sie mir eine E-Mail.

Andreas Reichel

Ihr Nutzen

Die eta Energieberatung unterstützt Sie bei der Analyse Ihrer Vergütungssituation und der hieraus folgenden Strategieentwicklung zur (Weiter)Nutzung der EEG-Förderung.

  1. 1
    Wir ermitteln individuell für Ihre Anlage, ob gesetzliche Vorgaben und technische Voraussetzungen erfüllt sind und schlagen ggf. entsprechende Anpassungen an der Technik vor.
  2. 2
    Wir prüfen und aktualisieren ggf. Ihre derzeitige Wirtschaftlichkeitsrechnung.
  3. 3
    Wir berechnen die Mindestgebotshöhe für einen wirtschaftlichen Betrieb Ihrer Anlage.

Ausgewählte Projekte

Für diese Kunden haben wir Konzepte zur biogenen Wärmeerzeugung erstellt und die Kunden vielfach bis zur Umsetzung betreut.

Alno Energieberatung Pfullendorf - Energieberatung Industrie

Alno

Ein wirtschaftlicher Vergleich verschiedener Techniken zur Wärmeerzeugung hat gezeigt, dass die Umstellung auf dezentrale Heißwassererzeugung mit Erdgas-Niedertemperaturkesseln wirtschaftlicher als eine Sanierung oder Ersatzinvestition in das Altholz-Heizwerk war. Zusätzlich wurde ein Erdgas-BHKW zur Stromeigenbedarfsdeckung installiert.

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Biomasse-Heizkraftwerk Fechenheim - Energieberatung Fechenheim

Biomasse-Heizkraftwerk Fechenheim

Durch die eta Energieberatung wurde ein tragfähiges Konzepte für eine gesicherte Beschaffung von Brennstoffsortimenten entwickelt und ein regionaler Marktüberblick erstellt. Außerdem wurde eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und eine Nachhaltigkeitsbewertung durchgeführt.

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Biomasse-Heizkraftwerk Nürnberg - Energieberatung Nürnberg

Biomasse-Heizkraftwerk Nürnberg

Konzeption und Integration eines Biomasse-Heizkraftwerks in einen bestehenden Kraftwerksstandort zur Anbindung an das bestehende Fernwärmenetz zur Anhebung der Rücklauftemperatur.

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Biomasse-Heizwerk Engelsberg - Energieberatung Engelsberg

Biomasse-Heizwerk Engelsberg

In Engelsberg wurde ein Biomasse-Heizwerk mit einer Leistung von 1.700 kW sowie ein Fernwärmenetz mit einer Trassenlänge von rd. 7.400 m und 180 Wärmeübergabestationen errichtet. Danach erfolgten Betriebsoptimierungen des Biomasse-Heizwerkes und des Fernwärmenetzes im laufenden Betrieb.

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Biomasse-HKW Albstadt - Energieberatung Albstadt

Biomasse-HKW Albstadt

Kernpunkt des Pilotprojekts ist die Trocknung des Klärschlamms direkt auf einer Kläranlage mit Niedertemperatur-Abwärme aus einem holzbefeuerten Biomasse-Heizkraftwerk. Der getrocknete Klärschlamm lässt sich einfach transportieren und ist für die Verwerter ein willkommenes und CO2-neutrales Brennstoffsubstitut mit hohem Heizwert.

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