Drittmengenabgrenzung - Energieeinkauf - eta Energieberatung

​Drittmengenabgrenzung

​​​Erhalten Sie sich Ihre Einsparungen​!

Sie profitieren, wie sehr viele Unternehmen, von ​Vergünstigungen beim Stromeinkauf und bei der Stromerzeugung? Dann sollten Sie dringend aktiv werden, um Ihre Einsparungen zu erhalten und teure Sanktionen zu vermeiden!

Der Gesetzgeber verlangt, dass ​stets sichergestellt ist, dass nur die Kilowattstunden in den Genuss einer Privilegierung kommen, die auch wirklich dafür vorgesehen sind. Dementsprechend soll auch nur derjenige, dem der Strom zugeordnet ist (der ihn verbraucht hat), die Ersparnis beantragen dürfen.
Das Energierecht sieht deshalb eine Abgrenzungspflicht privilegierter ​Strommengen (reduzierte Steuern, Abgaben und Umlagen) vor. Das heißt, dies ​Strommengen​​ sind ​von Mengen, auf die eine Privilegierung nicht zutrifft, durch mess- und eichrechtskonforme Messeinrichtungen abzugrenzen und fristgerecht zu melden. Das Gleiche gilt, wenn verschiedene Personen beteiligt sind (Drittmengenabgrenzung).

​Sollten Sie eigene und fremde Mengen nicht korrekt erfassen, abgrenzen und melden, riskieren Sie Ihre Privilegierung(en) und damit in der Regel viel Geld. Zudem drohen empfindliche Sanktionen. Das heißt, Sie müssen sich zwingend mit diesem Thema befassen.

​Problemstellung

Es bestehen für Sie i. d. R. viele Möglichkeiten, die auf den Energieverbrauch erhobenen Steuern, Umlagen und Abgaben zu reduzieren. Die Vorteile sollen aber nur bei Bestehen definierter Sachverhalten ausgegeben und nur von definierten Personen geltend gemacht werden können. 

Erforderlich ist deshalb eine genaue Erfassung der produzierten und fremdbezogenen Energiemengen sowie eine Zuordnung zu den Entlastungssachverhalten und zu den Personen. Daher müssen Sie den Stromverbrauch Dritter auf Ihrem Werksgelände grundsätzlich erfassen, abgrenzen und melden (Drittmittelabgrenzung).

Das betrifft z. B. die Stromverbräuche von:

  • ​Reinigungsfirmen,
  • ​Getränkeautomaten,
  • ​geleasten ​Maschinen,
  • ​Handwerkern oder
  • ​an Dritte überlassenen oder von ihnen mitgenutzten Büroräumen.

Dritte sind hier auch andere konzernzugehörige Unternehmen.

​Sind auch Sie betroffen?

Betroffen von der Neuregelung zur Abgrenzung von Drittmengen sind praktisch alle Firmen, insbesondere:

  • Anlagenbetreiber und Eigenerzeuger (BHKW, PV, Netzersatzanlage usw.)
  • ​Unternehmen mit Besonderer Ausgleichsregelung,
  • ​Unternehmen, die von einer reduzierten Stromsteuer profitieren oder
  • Unternehmen, die eine reduzierte § 19 Umlage zahlen,

​mit dritten Stromverbrauchern auf ihrem Werksgelände.

Lösung

​Die Verbräuche von Dritten auf Ihrem Firmengelände (Drittmengen) sind korrekt zu erfassen und von Ihrem bzw. Ihrem begünstigten Verbrauch abzugrenzen. Dazu brauchen Sie ein Konzept.

​Kann ich nicht einfach schätzen?

Nein! ​In der Praxis wurden bisher, wenn überhaupt, die Verbräuche Dritter zumeist nur geschätzt.

Mit dem Energiesammelgesetz wurde das EEG ab 2019 dahingehend geändert, dass – zur Erhebung der EEG-Umlage – Strommengen von Dritten ​im Regelfall durch Messung festgestellt werden müssen.

Das heißt, im Normalfall müssen Sie ein Konzept erstellen, das sicherstellt, dass alle fremdverbrauchten Drittmengen rechtskonform erfasst, zugeordnet, gemeldet und abgerechnet werden.

Übergangsregelung

​Eine Übergangsbestimmung erlaubt noch eine Schätzung der Drittstrommengen für die Kalenderjahre 2018, 2019 und 2020.
Ab dem 01.01.2021 muss aber ein Messkonzept vorhanden sein und angewendet werden. Schätzungen bleiben dann nur auf wenige Ausnahmefälle beschränkt. Die Zeit wird also knapp.

​Messkonzept

Das Messkonzept muss in qualitativer Hinsicht der Tatsache Rechnung tragen, dass die Darlegungs- und Beweislast für die selbstverbrauchten Mengen beim Antragsteller liegen. Im Extremfall kann ein nicht geführter Nachweis zum Entfall der ​Vergünstigungen beim Stromeinkauf führen.

Messkonzepte​ sind in vielen Bereichen der Energiewirtschaft gefragt. So schreibt beispielsweise auch die DIN EN ISO 50001:2018 einen ​"Plan zur Energiedatensammlung" vor.​ Bei der Erstellung von ​Messkonzepten kommt es darauf an, intelligente Lösungen zu suchen, die mit einem überschaubaren Aufwand den Vorgaben gerecht werden.

​Vielfach schafft die Umsetzung eines Messkonzepts zusätzliche Transparenz und damit auch die Möglichkeit zur Effizienzverbesserung bzw. Kostenreduzierung. 

​​Bernhard Negele
​Energiemanagementsysteme und Energieeffizienz

eta-Experte Herr Negele - Energieeffizienz und Energiemanangement

Vorgehensweise

  1. 1
    Im ersten Schritt sind alle Strommengen und Aggregate zu bestimmen, die ggf. einem Dritten zugeordnet werden können.
  2. 2
    ​Dann ist zu klären, wer Letztverbraucher ist: Sie selbst oder der Dritte.
  3. 3
    Schließlich ist ggf. die Prüfung auf „Geringfügigkeit“ sinnvoll (Bagatellregelung).
    Hierfür ist eine detaillierte Einzelbewertung und Begründung sowie Dokumentation gefordert. Somit sollte vorab geklärt werden, ob sich der Aufwand auch lohnt (Kosten-/Nutzenanalyse).
  4. 4
    Das Ganze muss dann in ein Messkonzept zur Drittmengenabgrenzung übertragen werden. ​Im Messkonzept ist festzuhalten, ob und wie gemessen wird, und wie ggf. selbsterzeugter Strom behandelt wird („gewillkürte Nachrangregelung“).

Wir helfen Ihnen bei der Erfüllung Ihrer gesetzlichen Verpfichtung!

Gerne analysieren wir, ob Sie von den Neuregelungen zur Drittmengen-abgrenzung betroffen sind. ​

Wir erstellen Ihnen ein Konzept, mit dem Sie auch weiterhin die Bedingungen für Sonderregelungen ​bei Energiesteuern oder Abgaben erfüllen.


Rufen Sie mich unverbindlich an oder schreiben Sie mir eine E-Mail.


Olaf Barck

​​Ihr Nutzen​

​Die eta Energieberatung GmbH unterstützt Ihr Unternehmen bei der Drittmengenabgrenzung bis hin zur Erstellung und Umsetzung eines mess- und eichrechtskonformen Messkonzepts, und das kostenoptimiert. Das entlastet Sie im operativen Geschäft und sichert Ihnen die Expertise eines Spezialisten.

Wir helfen Ihnen, die gesetzlichen Vorgaben zur Drittmengenabgrenzung vollständig zu erfüllen, so dass keine Umlageprivilegien gefährdet sind.

​Darüber hinaus helfen wir Ihnen bei der Ausschöpfung aller Potenziale zur Reduzierung Ihrer Energienebenkosten und sichern Ihnen damit günstige Energiekosten.

Ausgewählte Projekte zu energierechtlichen Fragestellungen

Bei den nachfolgenden Projekten konnten wir Rechtssicherheit für unsere Kunden schaffen und die Energiekosten zum Teil deutlich reduzieren.

Vergünstigungen beim Stromeinkauf - Deutz - Energieberatung Mannheim

Deutz Power Systems - Mannheim

Die Untersuchung hat ergeben, dass sich allein durch Maßnahmen zur Wärmeauskopplung im Prüfstandsbetrieb jährlich mehrere Millionen Euro an Mineralölsteuer einsparen lassen. Des Weiteren können dadurch auch Wärme- und Strombezugskosten in erheblichem Umfang reduziert werden. Die Investitionen zur Wärmeauskopplung sind demgegenüber relativ gering.

Vergünstigungen beim Stromeinkauf -Interquell - Energieberatung Großaitingen Wehringen

Interquell GmbH - Großaitingen und Wehringen

Durch die Realisierung einer innovativen Dampferzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung bestehend aus einem konventionellen Dampfkessel mit Mikrogasturbine und Gasturbinen-Abgas-Brenner, Erneuerung der Dampfverteilung mit Reindampferzeuger sowie einer neuen Lüftungsanlage zur Versorgung von Hochhygienebereichen konnten die CO2-Emissionen bilanzierend um fast 20 % reduziert werden.

Vergünstigungen beim Stromeinkauf - Referenzen Energienebenkosten - Johann Borgers - Energieberatung Bocholt Dingden

Johann Borgers GmbH

Die Fa. Borgers wird von der eta Energieberatung mittlerweile schon über viele Jahre betreut. Schwerpunkt der Beratungsleistungen war der Aufbau und die Pflege eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Unter anderem wurde dabei ein Katalog mit Effizienzmaßnahmen erarbeitet der jährliche CO2-Einsparungen von ca. 3.200 t bzw. Kosteneinsparungen von 8 % aufzeigt.

Vergünstigungen beim Stromeinkauf - Referenzen Energienebenkosten - Klinikum Garmisch-Partenkirchen - Energieberatung Garmisch-Partenkirchen

Klinikum Garmisch-Partenkirchen

Bei der Analyse des bestehenden BHKWs ergab sich, dass der Betrieb des Erdgas-BHKWs weiterhin wirtschaftlich ist. Die Verwendung von Biomethan wäre ökologisch sinnvoll, ist aber derzeit nicht wirtschaftlich. Die Erzeugung von Kälte aus dem Absorber ist nur zu empfehlen, wenn die Wärme aus dem BHKW kommt. Zudem wurde jeweils eine Ausschreibung für Strom und Erdgas inkl. Vergabedokumentation durchgeführt.

Referenzen Energienebenkosten - KS Aluminium - Energieberatung Neckarsulm

KS Aluminium Technologie AG - Neckarsulm

Durch die eta Energieberatung wurden in allen Produktionsbereichen mit relevanten Energieverbräuchen Ansätze zur Energieverbrauchsreduzierung aufgezeigt. Die möglichen wirtschaftlichen Einsparungen lagen insgesamt bei über 1 Mio. Euro und weisen größtenteils Amortisationszeiten von deutlich unter drei Jahren auf.


Rotkreuzkrankenhaus München - Energieberatung München

Rotkreuzklinikum München

Durch die Untersuchung wurden interessante Ansätze zur Reduzierung der Energiekosten ermittelt. So wurde beispielsweise empfohlen, die Sterilisation auf Fremddampfversorgung umzustellen. Der Einsatz eines BHKWs ist wirtschaftlich. Dadurch lassen sich auch die Netzersatzstromkapazitäten erweitern. Der Einsatz von Dükerkälte wurde untersucht, ist aber für das Rotkreuzklinikum unwirtschaftlich.

Vergünstigungen beim Stromeinkauf  -Referenzen Energienebenkosten - TE Connectivity Energieberatung Speyer - Energieberatung Industrie

TE Connectivity

Nach § 19 Abs. 2 Satz 2 StromNEV haben stromintensive Letztverbraucher einen Anspruch auf ein individuelles Netzentgelt, wenn deren Stromabnahme pro Kalenderjahr eine Benutzungsstundenzahl von mindestens 7.000 h/a erreicht. Aus diesem Grund wurde durch die eta Energieberatung ein Konzept für ein Lastmanagement mit zwei Netzersatzanlagen entwickelt und umgesetzt.

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